Schimmel - die unsichtbare Gefahr !

 

 

Die Sporenmessung bringt es an den Tag:
Kein sichtbarer
Schimmel in der Wohnung oder am Arbeitsplatz und trotzdem
erhebliche gesundheitliche Gefährdung durch verstecktes Schimmelwachstum !

 

 

Gefahren
Vorgehensweise
Analytik
Schadbilder
Mietminderung ?

Zur schnellen Übersicht hier unser Infoblatt zum Ausdrucken holen.

 

 

Warum sind Schimmelpilze in Innenräumen so gefährlich?

  1. Schimmelpilz-Sporen können, wenn sie eingeatmet werden, bei entsprechend sensibilisierten Personen zu Allergie-Symptomen (z.B. Asthma, Schnupfen) führen oder bei Personen, die eine Veranlagung zur Allergie haben (sog. Atopiker), überhaupt erst eine Sensibilisierung bewirken.
  2. Der Aufenthalt in Räumen mit erhöhten Schimmelsporen-Konzentrationen kann zu Schleimhautreizungen und Atemwegserkrankungen führen.
  3. Manche Schimmelpilze produzieren mykotoxinhaltige (giftige) Sporen, z.B. die Gattungen Penicillium, Aspergillus, Alternaria und Chaetomium. In klinisch-epidemiologischen Untersuchungen wurden Zeichen einer Vergiftung durch das Einatmen der mykotoxinbelasteten Sporen beschrieben.
  4. Bei Schimmelpilzbefall kann es durch die Bildung von flüchtigen organischen Substanzen (MVOC) zu unangenehmen Geruchsbelästigungen (u.a. modrige, erdige Gerüche) kommen.

 

Vorgehensweise

Am Beginn jedes Schimmelfalles steht die ausführliche Begehung der Wohnung bzw. des Hauses. Außerdem werden die Bewohner über die Historie des Schimmelbefalls und die gesundheitliche Situation befragt.

  • Schimmelsporen in der Luft

    Vergleichende Bestimmung der Sporenanzahl der Luft im Raum und in der Außenluft (2 Probenahmen).

     
  • Schimmel auf Oberflächen

    Einige Pilzarten wie die hochgiftige Gattung Stachybothrys wachsen auf den verwendeten Standardnährböden der o.g. Luftunteruschung schlecht oder gar nicht. Deshalb ist bei sichtbarem Schimmelbefall ein direkter Nachweis wünschenswert. Außerdem ermöglicht diese Kontaktklebeprobe die eindeutige Zuordnung der Schimmelbelastung z.B. feuchte Wände in einer Mietwohnung.

    Differenzierung von Schimmelpilzen mit einer Klebeprobe von Oberflächen.

    Untersuchung von Materialproben auf Schimmelbefall (keine Nahrungsmittel)

    Bei Bauschäden, nach Hochwasser und bei ständig feuchtem Keller besteht die Gefahr, daß organische Materialien von Schimmel befallen werden. Die Untersuchung gibt Auskunft über einen möglichen Schimmelbefall von Bauholz, Tapeten, Putz, Dämmmaterial, Möbeln, Kleidung, Leder u.v.a.m.

     
  • Schimmelpilze in Hohlräumen

    Besonders gefährlich, da nicht zu sehen. Trotz der versteckten Lebensweise gelangen die winzigen Sporen über kleinste Öffnungen und Spalten in die Raumluft und damit zum Menschen. Weitere Informationen.
     

Am Ende der Begutachtung steht ein Bericht, der nicht nur die Ergebnisse darstellt, sondern auch die Ursachenermittlung, Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise und zur zukünftigen Vermeidung von Schimmelbefall enthält. Außerdem geben wir Ratschläge, wie man Schimmel auch selbst beseitigen kann.
Für Mieter stellt sich bei Schimmelbefall die Frage, inwieweit eine Mietminderung gerechtfertigt ist, wenn der Vermieter bei baulichen Mängeln untätig bleibt. Für den Vermieter ist diese Frage ebenfalls von Belang, da Schimmelbefall auch auf Fehlverhalten des Mieters beruhen kann. Das Mietrecht kennt hier zahlreiche  Einzelfallunterscheidungen. Die Konsultation eines darauf spezialisierten Anwalts bzw. Mietervereins oder Haus-/Grundbesitzervereinigung ist zu Fragen der Mietminderung in jedem Falle ratsam.
Sowohl für Mieter als auch Vermieter liefern unsere Untersuchungsberichte solide und wissenschaftlich fundierte Entscheidungs- und Argumentationsgrundlagen für streitige Fälle.
Anfragen unter folgender Telefonnummer: 08193-6651 oder per E-Mail: Für unsere Kunden in München: Tel. + Fax 089-94 46 70 65.

 

Analytik

  • Probenahme SchimmelSchimmelsporen in der Luft

    Probenahme: Vergleichende Bestimmung der Sporenanzahl der Luft im Raum und in der Außenluft (2 Probenahmen auf Standardnährböden) mit Membranpumpe, Gasuhr und Luftkeimsammler direkt auf den Nährboden, Dauer der Probenahme ca. 15 min.
    Analytik: Anzucht der Kulturen in Petrischalen, mikroskopische Bestimmung der Gattungen und Vergleich der Innen- und Außenmessung in qualitativer und quantitativer Hinsicht.

  • Schimmelpilz-Probe von Oberflächen
    Probenahme: Differenzierung von Schimmelpilzen mit einer Abklatschprobe von Oberflächen, Abnahme von Oberflächen- Klebeproben auf Transparentfolien.
    Analytik: Lichtmikroskopische Untersuchung und Differenzierung nach Anfärbung mit Lactophenolblau.

 

Schadbilder

Die hier vorgestellten Schadbilder geben einen kleinen Einblick in unsere tägliche Praxis der Begutachtung von Schimmelschäden. Kaum ein Schimmelbefall gleicht dem anderen. Die Ursachenforschung ist bei eindeutigen Schadbildern kein Problem. Schwierig wird es, wenn mehrere Ursachen vorliegen, z.B. ein Baumangel einhergehend mit falschem Lüftungsverhalten, dessen Vermeidung von grundlegender Bedeutung ist.
 

Wohnung Wandecke Schimmel

 

Massiver Befall einer Wandecke, die als geometrische Wärmebrücke im Ichselbereich  (Deckenanschluß) wirkt und zusätzlich aufgrund fehlender Horizontalsperre vom Fundament aufwärts feucht geworden ist.

 

 

Wohnung Wandecke Schimmel

 

Befall der Außenwandecke oberhalb der Fußleiste. Waagerechte Wärmebrücke im Anschlußbereich der Bodenplatte.

 

 

 

 

Wohnung Wand Schimmel

 

Großflächiger punktueller Befall durch einzelne Schimmelkolonien. Mangehafte Hinterlüftung hinter Schrankwand einhergehend mit starker Auskühlung der Kommunwand durch Abriß des Nachbarhauses.

 

 

 

 

Schimmel in Laibung

 

Befall an der Basis der Fensterleibung. Viele Ursachen möglich: Hohe Luftfeuchtigkeit aufgrund mangelhafter Lüftung, unzureichende Beheizung im Winter, Wärmebrücke, undichter Anschluß der Fensterbank an den Leibungsputz usw.

 

 

Fenster Schimmel auf Silikon

 

Scheibensilikon befallen. Tauwasser permanent an der Scheibe herrunterrinnend. Vielfältige Ursachen möglich, oft wird unzureichend gelüftet

 

 

 

 

 

 

Schimmel auf Laibung

 

Fenstersturz großflächig befallen mit deutlichen Spuren eines Wasserschadens. Mangelhafte Abdichtung gegen eindringendes Wasser, z.B. bei Schlagregen an die Fassade, Dachleckage, undichte Regenrinne etc. verursachen feuchte Wände.

 

 

 

 

Schimmel im Bad

 

Befall oberhalb des Badfensters. Falsches Lüftungsverhalten und Wärmebrücke durch unzureichende Außenwandisolierung. Evtl. auch Auskühlung durch Kipplüftung.

 

 

verschimmelte Kleidung

 

So sehen Lederschuhe nach wenigen Wochen in einem feuchten Keller aus. Es bleibt nur noch, alles wegzuwerfen.

 

 

 

 

Schimmelbefall Holzbalken Dachstuhl

 

Dachbalken mit Bläue- und Schimmelpilzbefall. Hier wurde nicht ausreichend getrocknetes Bauholz verarbeitet.

 

 

 

verschimmelte Möbel

 

Schrank-Rückseite verschimmelt. Auffällig ist, daß je nach Substrat ganz unterschiedliche Schimmelarten am Befall beteiligt sind. Diese Rückwand kann nicht mehr saniert werden und sollte gut verpackt in den Restmüll.

 

 

 

 


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Baufeuchteuntersuchungen

Baufeuchte messenFeuchte Wände, Durchfeuchtung von Fenstern, Estrichen, Teppichböden, Holzbauteilen, Kellern etc. führt oftmals zu gesundheitsgefährdendem Schimmelwachstum und schädigt langfristig die Bausubstanz. Als Ursachen kommen falsche Lüftung, schlechte Isolierung des Mauerwerks, undichte Wasserrohre etc. in Frage. Die Baufeuchtemessung empfiehlt sich stets in Kombination mit den Schimmeluntersuchungen!

Vorgehensweise:
Bestimmung der Oberflächenfeuchte von Wänden, Holz etc. und/oder Tiefenfeuchte bis 12 cm (Bohrung) in Form von Feuchtigkeitsprofilen eines Raumes, da nur so beurteilt werden kann, ob ein Lüftungsproblem oder ein Bauschaden vorliegt.

Das verwendete Meßgerät mißt die Feuchtigkeit in Holz sowie das Holzfeuchteäquivalent in anderen Baustoffen. Holz ist der einzige Baustoff, bei dem es sinnvoll ist, die Feuchtigkeit in % anzugeben. Denn sobald der Feuchtigkeitsgehalt 20% überschreitet, besteht die unmittelbare Gefahr eines Pilzangriffs. Allerdings besitzen zahlreiche Hölzer von Natur aus fungizide Eigenschaften, die einen Pilzbefall solange aufhalten können, bis die natürlichen Fungizide abgebaut (verbraucht) sind.

Werden andere Materialien geprüft, wird der Meßwert in HFÄ (Holzfeuchteäquivalent, Angabe in 6 - 100%) angegeben. Grund: Die Zusammensetzung von Baustoffen ist äußerst unterschiedlich. So hängt z.B. das Gewicht von trockenem Mörtel vom Sand-Zement-Verhältnis ab, ebenso wie das Gewicht von Beton, dem außerdem noch verschiedene Zuschlagsstoffe beigemischt werden. Die Zusammensetzung von Lehm für die Herstellung von Ziegeln ist von der jeweiligen Abbaustelle abhängig. Putz kann aus einer Vielzahl verschiedener Mischungen bestehen. HFÄ ist demnach die Feuchte eines beliebigen Baumaterials, die in ihrer Bedeutung der prozentualen Feuchtigkeit von Holz näherungsweise entspricht. Daher ist auch hier ein Meßwert über 20 % in einem beliebigen Baumaterial ein deutlicher Hinweis darauf, daß dieses Material gefährdet ist.

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Gebäude auf Wärmebrücken prüfen

Unter Wärmebrücken versteht man begrenzte Bereiche der äußeren Bauteile eines Gebäudes, die auf Grund ihrer höheren Wärmeleitfähigkeit die Raumwärme schneller nach außen ableiten als die übrigen äußeren Bauteile (z.B. wärmeisolierte Außenwände). Wärmebrücken werden vom Laien auch Kältebrücken genannt.

Zu unterscheiden sind konstruktive, geometrische und stoffliche Wärmebrücken.
Beispiele für Wärmebrücken sind: Stahlbetondecken (konstruktiv), Laibungen und deren Fenster, Balkonauskragungen, eingelassene Stahlträger (stofflich), Stürze, Nordost-Zimmerecken (geometrisch), Heizkörpernischen, ungedämmte Ringanker, Rollladenkästen usw.

Durch sorgfältige architektonische Planung und vernünftige (nie innen, wenn irgend möglich!) Wärmedämmmaßnahmen kann man Wärmebrücken verhindern.

Sind unerkannte Wärmebrücken vorhanden, kann durch lokale Auskühlung der sogenannte Taupunkt unterschritten werden. Es handelt sich um die Oberflächentemperatur, bei der auf der Wärmebrücke Wasser aus der Raumluft kondensiert, also sich absetzt. Je höher die Raumlufttemperatur, umso mehr Wasser kann die Luft aufnehmen und entsprechend auf der kühleren Wärmebrücke kondensieren lassen. Damit ist Schimmelwachstum auf der Wärmebrücke unvermeidlich, wenn die Oberfläche mindestens einige Tage feucht bleibt.

Wir erkunden und erkennen die schimmelgefährdeten Stellen Ihrer Wohnräume, bevor sich die Schimmelpilze ausbreiten können!
Unser Meßgerät bestehend aus einem IR-Thermometer mit integriertem Luft-Feuchtigkeits-/-Temperaturmesser und Dual-Laser ermittelt den Taupunkt und findet die Kältebrücken. Basierend auf unserer jahrelangen Erfahrung können wir die ermittelten Meßwerte fachgerecht interpretieren (dies ist der wesentliche und schwierige Part der Untersuchung!) und Ihnen die notwendigen Informationen zur Schimmelvermeidung geben. Dies kann entweder sofort mündlich oder in Form eines Untersuchungsberichtes erfolgen. Die Beantwortung der Frage, ob und in welchem Ausmaß Wärmebrücken vorhanden sind, hat unter Berücksichtigung der Wohnsituation entscheidende Auswirkungen auf Streitigkeiten zwischen Vermieter und Mieter. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf Zulässigkeit einer
Mietminderung oder den Umfang von Wärmedämm-Maßnahmen.

 

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Kontakt: +49 8193 66 51 oder +49 89 94 46 70 65